RGSK I (2012)

Herausforderung Wachstum
Die Zahl der Einwohner in der Region Biel-Seeland wird sich gemäss den Prognosen bis 2030 um etwa 6% erhöhen, im Berner Jura tendenziell stagnieren. Die Siedlungs- und Verkehrsplanung muss einerseits für ein absehbares Wachstum gerüstet sein und andererseits einem drohenden Bevölkerungsrückgang mit geeigneten Massnahmen entgegensteuern. Wenn die Bevölkerung wachsen soll, muss gleichzeitig die Zahl der Arbeitsplätze erhöht werden. Insbesondere  für  Firmen mit einem Flächenbedarf von 5 bis 10 Hektar fehlen heute Angebote. Anzustreben ist aber auch ein qualitatives Wachstum. Bestehende Potenziale wie der Tourismus oder die Produktion erneuerbarer Energien werden noch ungenügend ausgeschöpft. Die zunehmende Mobilität der Bevölkerung erfordert  zusätzliche Angebote auf Schiene und Strasse, ohne dass dadurch die Lebensqualität der Bevölkerung beeinträchtigt wird.

Die Stärken ausspielen
Der Zweck des Gesamtregionalen Richtplans besteht grundsätzlich darin, mit planerischen Mitteln Rahmenbedingungen für ein Wachstum zu schaffen, das sich an den Zielen der Nachhaltigkeit orientiert und eine Erhöhung der Lebensqualität in der ganzen Region bewirkt. Die Stärkung der Standortqualitäten ist erreichbar, wenn die (beschränkten) öffentlichen Mittel und private Investitionen dorthin gelenkt werden, wo sie die grösste Wirkung entfalten. Es gilt also, Schwerpunkte zu setzen, die Stärken der Region (respektive der Teilregionen) auszubauen und allfällige Defizite gezielt zu beheben. Im Wesentlichen geschieht das durch die Bezeichnung von Vorranggebieten für die Siedlungsentwicklung für Wohnen und Arbeiten sowie durch die Stärkung der örtlichen Industrie. Der Ausbau der Verkehrsinfrastruktur trägt den wachsenden Mobilitätsbedürfnissen Rechnung und vermindert die unerwünschten Auswirkungen des motorisierten Individualverkehrs. Ein weiteres Ziel ist der Schutz (vor Zersiedelung) und die Aufwertung der Landschaft, um deren Funktion als Natur- und Erholungsraum sowie als Grundlage für die Landwirtschaft zu erhalten und zu stärken.

Projektstand
Das RGSK I wurde von der Mitgliederversammlung am 26. Juni 2012 beschlossen und vom Kanton am 22. Oktober 2012 genehmigt. 2016 wurde es durch das RGSK II abgelöst.